3D Druck / ABS · 12. Mai 2021

ABS drucken, geht einfacher als man denkt!

Ich hab eine ganze Weile zu tun gehabt damit das ABS Filament überhaupt auf dem Bett gehaftet hat. Für den Ender 5 nutze ich die originale magnetische Dauerdruckplatte.

Anfänglich dachte ich das 70 bis 80 Grad locker ausreichen würden. (Manchmal denkt man eben man ist schlauer als das was andere schreiben). Mit reichlich Haarspray hielt der erste Layer dann auch endlich bei einer Nozzeltemperatur von 240 Grad.

Die nächsten Probleme entstanden erst bei den größeren Drucken die fast das ganze Druckbett ausfüllen. Die Haftung auf dem Bett passte, auch ohne Brim oder Raft. ABER… das Warping würde es. Bei 70 oder 80 Grad zogen sich nach etwa 10 Layern die Ecken nach oben. Also wie überall empfohlen, Lüftung abgeschaltet, Druckbett auf 100 Grad hochgedreht, Brim drum und siehe da, die Ecken blieben wo sie bleiben sollten. Auf dem Druckbett. Ich hab mir dazu noch eine Isolierung fürs Druckbett gebastelt. Nicht perfekt, für den Moment erstmal ausreichend. In einem geschlossenen Bauraum steht der Drucker schon von Hause aus bei mir. Wer keinen hat, kann auch einen Karton drüber stellen. Nicht hübsch aber praktisch. 😉

Mittlerweile druckt der Ender 5 seit 10 Stunden und es gibt keine Probleme.

Zusammenfassend kann man also sagen, mein Ender 5 mit der 0.4 Nozzel im geschlossenen Bauraum druckt ABS bei 245 Grad Nozzeltemperatur, 100 Grad Druckbett bei ausgeschalteter Lüftung auf dem Standart-Druckbett. Nach dem drucken bleibt ein ABS Film auf der Druckplattform, ich hab es danach ganz schön putzen müssen. Zukünftig werde ich für jedes Filament eine eigene Dauerdruckplatte verwenden.

Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen bei seinem Problem mit dem ABS. 😉

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